Gefördert durch
Das BPL erforscht, wie soziale erweiterte Realität (SXR) und responsive, parametrische Planungsmodelle (RPM) Bürger*innen, Verwaltung und Planung an einen Tisch bringen. Ziel ist ein transparenter, wirksamer Aushandlungsprozess für die Quartiersentwicklung. Fallstudie ist das Entwicklungskonzept „Nördliches Bahnhofsumfeld“.
Stadtplanung muss vielseitige Interessen und komplexe Wechselwirkungen (z. B. Mobilität, Lärm, Klima, Kosten, Aufenthaltsqualität) ausbalancieren – oft unter Zeit und Budgetdruck. Klassische Beteiligung stößt dabei an Grenzen: wenige Perspektiven, wenig Vergleichbarkeit, wenig Einfluss auf Varianten.
SXR ermöglicht gemeinsame Begehungen in realer Größe und aus relevanten Blickwinkeln (z. B. Fußgängerperspektive oder Blick aus dem Fenster). RPM erzeugen kontinuierliche Varianten mit direktem Feedback zu Wirkungen (z. B. Wegeführung, Dichte, Versiegelung). Zusammen erhöht das Verständnis und senkt Einstiegshürden für konstruktiven Dialog.
Wir betrachten drei Kernphasen der Beteiligung, für die wir jeweils neue Technologien entwickeln und praxisnah in Workshops mit Bürger*innen testen:
Das BPL wird im Entwicklungskonzept „Nördliches Bahnhofsumfeld“ erprobt – einem künftigen Mobilitätsknoten, der Bahn, Bus, Mikromobilität und PKW besser verknüpfen und die Nordstadt stärker anbinden soll. Die Fallstudie eignet sich besonders, weil sie viele Zielgruppen betrifft und vielfältige Entwurfsvarianten zulässt.